Der gewöhnliche Flieder (Syringa vulgaris) zeigt sich von Ende April bis Anfang Juni (je nach Wetter und Region) in seiner vollen Blütenpracht. Wusstest du, dass Flieder-Blüten essbar sind? Aber Vorsicht: Tatsächlich gilt das nur für die Blüten, alles andere wie Stängel und Blätter gelten als leicht giftig. Diese könnten bei Empfindlichkeit oder übermäßigem Verzehr Vergiftungserscheinungen wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall hervorrufen. Vor allem bei Kindern und Haustieren sollte man aufpassen! Deswegen solltest du für unsere Flieder-Limo die Blüten sauber und gewissenhaft abzupfen, und Stängelchen und Grün entsorgen.
Die Blüten sind allgemein in der Wildkräuter-Küche beliebt, um Tees, Öle, Sirupe oder Konfitüren herzustellen. Auch machen sie sich gut als Dekoration in Salaten.
In der Naturheilkunde gilt der Flieder schon lange aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe sowie seiner verdauungsfördernden, fiebersenkenden und entzündungshemmenden Wirkung als Heilpflanze. Fliederblüten enthalten ätherische Öle, die auch oft in der Aromatherapie verwendet werden, um Stress abzubauen und Entspannung zu fördern. Experten nutzen neben den Blüten dafür auch die Rinde des Fliederstrauchs. Da die Konzentration der Stoffe, die zu Beschwerden führen können, in der Blüte am geringsten sind, wird ausschließlich empfohlen, die Blüten auf eigene Faust zu konsumieren. Alle weiteren Teile und Verarbeitungsweisen sollte man Experten überlassen. Bitte verwechsle den Flieder nicht mit dem Schmetterlingsflieder, denn der Strauch ist giftig.