HEIDI: “In meiner Kindheit waren Weckschnitten eines meiner absoluten Lieblingsgerichte. So nannte man bei uns zu Hause Arme Ritter, und wir machten sie immer dann, wenn weiße, altbackene Weck (also Semmeln) übrig waren. Die in Ei und Milch eingeweichten Brotscheiben wurden goldbraun ausgebacken und danach in Zimt-Zucker gewälzt – ein einfaches, süßes Kinderessen, das wir alle geliebt haben.

Gesund oder vollwertig war das natürlich nicht. Deshalb verschwanden die süßen Armen Ritter irgendwann von meinem Speiseplan – bis ich sie viele Jahre später in einer vollwertigen, gesünderen Variante neu entdeckte.

DEFTIGE ARME RITTER

Zuerst wagte ich mich an eine herzhafte Version, zubereitet mit altbackenem Sauerteigbrot – perfekt, wenn man altes Brot verwerten möchte. Eine herzhafte Abwandlung davon findest du übrigens auch in unserem Grundlagenbuch „Die neue traditionelle Ernährung“ – ein klassisches Arme Ritter Rezept, nur eben deftig.

Als mir dann während des Mauritius-Urlaubs ein hübsch servierter French Toast mit Vanilleeis zum Frühstück serviert wurde, wollte ich zuhause unbedingt ein gesundes French Toast Rezept entwickeln, das auch zu unserer traditionellen Ernährung passt.

Die Basis dafür muss natürlich ein selbst gebackenes, vollwertiges Kefir-Toastbrot sein. Und so entstand dieser leckere French Toast mit Honig und Erdbeeren – perfekt für ein besonderes Sonntagsfrühstück.”

Was ist der Unterschied zwischen Arme Ritter und French Toast?

Beide Gerichte basieren auf dem gleichen Prinzip: Brot in eine Eier-Milch-Mischung einweichen und goldbraun ausbacken. Doch es gibt feine Unterschiede:

Arme Ritter (Deutschland):
Klassisch schlicht: altbackenes Brot oder Semmeln, eingeweicht in Milch und Ei. Kaum Zucker im Teig – Süße kommt durch das Topping (z. B. Zimt-Zucker, Kompott) Oft ein Restegericht – perfekt, um altes Brot zu verwerten. Auch herzhaft zubereitbar (z. B. mit Käse oder Speck)

Original French Toast (USA):
Süßer und gehaltvoller: mit Zucker, Vanille und Zimt direkt in der Eiermilch Zubereitet mit Brioche, Toast oder Hefezopf.
Serviert mit Ahornsirup, frischen Früchten, Puderzucker oder Sahne.
Beliebtes Brunchgericht in modernen Cafes– gerne dekorativ und üppig (Foodtrend)

Welche Brotsorten eignen sich am besten?

Für French Toast selber machen eignen sich weiche Brotsorten wie Brioche oder Toastbrot. Für Arme Ritter süß kannst du auch Weißbrot oder Brötchen verwenden – am besten nicht ganz frisch, damit das Brot gut Flüssigkeit aufnimmt, aber nicht zerfällt. Unser persönlicher Tipp: Wenn das Brot noch weich ist, vorher leicht toasten.

Fazit: Altes Brot, neuer Glanz

Ob als süßes Kindheitsgericht mit Zimt und Zucker oder als fancy Brunch-Version mit Honig, Beeren und Sahne: Arme Ritter und French Toast zeigen, wie vielseitig und köstlich einfache Zutaten sein können. Und das Beste: Sie sind schnell gemacht, wandelbar und auch in gesunder Form ein echter Genuss.

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Was Ihr zum Rezept noch Wissen solltet

Arme Ritter – Woher kommt der Name?

Der Ausdruck „Arme Ritter“ stammt aus einer Zeit, in der man mit wenig auskommen musste – und genau das spiegelt das Gericht wider: einfach, sättigend und genial zur Resteverwertung. Im Mittelalter war es üblich, trockenes Brot nicht wegzuwerfen, sondern neu aufzubereiten. Für verarmte Ritter oder einfache Haushalte wurde dieses Gericht zum Klassiker.

In Frankreich nennt man es „pain perdu“ – verlorenes Brot, das gerettet wird. In England kennt man „Poor Knights of Windsor“. Egal wie der Name lautet – das Prinzip bleibt gleich: aus altem Brot wird etwas Wunderbares.

Wie kann man French Toast oder Arme Ritter gesünder gestalten?
  • Verwende Vollkornbrot aus frisch gemahlenem Getreide, statt gekauftes Toastbrot, Brötchen, …
  • Nimm Rohmilch, anstelle H-Milch und Eier aus Freilandhaltung
  • Brate in echter Butter statt Margarine
  • Süße mit Honig oder Ahornsirup in Maßen
  • Serviere mit frischen Beeren
Welche Brotsorten eignen sich am besten?

Für French Toast selber machen eignen sich weiche Brotsorten wie Brioche oder Toastbrot. Für Arme Ritter süß kannst du auch Weißbrot oder Brötchen verwenden – am besten nicht ganz frisch, damit das Brot gut Flüssigkeit aufnimmt, aber nicht zerfällt. Unser persönlicher Tipp: Wenn das Brot noch weich ist, vorher leicht toasten.

Was macht eine gute Burger-Sauce aus?

Eine gute Burger-Sauce besteht aus hochwertigen, natürlichen Zutaten ohne Zusatzstoffe und schmeckt natürlich lecker, würzig und ist cremig in der Konsistenz. 

Was gehört in eine klassische Burger-Sauce?

Klassisch besteht eine Burger-Sauce aus Mayonnaise, Ketchup, fein gehackten Essiggurken, Zwiebeln und Gewürzen wie Pfeffer. Optional kann ein Spritzer Chilisauce für eine pikante Note sorgen.