Rohmilch war nicht nur bei traditionell lebenden Völkern, sondern auch bei uns über viele Generationen hinweg ein Grundnahrungsmittel. Erst mit der Einführung der Pasteurisierung und strengen gesetzlichen Regelungen wurde ihr Konsum stark eingeschränkt. Dabei bietet Rohmilch viele gesundheitliche Vorteile, die pasteurisierte Milch nicht liefern kann.
Laut EU-Lebensmittelrecht ist Rohmilch die unbehandelte Milch von Nutztieren, die weder erhitzt noch anderweitig verarbeitet wurde. In Deutschland darf sie unter strengen hygienischen Auflagen als „Vorzugsmilch“ im Handel verkauft werden, wobei sie offiziell nur wenige Tage haltbar ist. Alternativ bieten viele Landwirte Rohmilch direkt ab Hof oder über Milchtankstellen an. Dort muss sie ordnungsgemäß gekühlt aufbewahrt und mit dem Hinweis versehen werden, dass sie vor dem Verzehr abgekocht werden sollte.
Die Regelungen zum Verkauf von Rohmilch variieren stark: Während der Konsum in Österreich selbst in Gaststätten erlaubt ist, ist er in Norwegen komplett verboten. Doch trotz solcher Einschränkungen wird Rohmilch weltweit geschätzt – und das aus gutem Grund.










