Auf dieser Seite erfährst du, wie du...
...mit etwas Mehl, Wasser und Geduld Rudi schon bald wieder zum Leben erweckst. Bei guter Pflege kann er dich ein Leben lang begleiten – und vielleicht sogar eines Tages an die nächste Generation weitergegeben werden.
Damit die Aktivierung garantiert gelingt, findest du auf dieser Seite Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Fotos und Videos, in denen wir dich persönlich begleiten.
Zum Aktvieren von Rudi benötigst du:

1 Glas mit Deckel (mind. 500 ml)
1 sauberes Glas (mindestens 500 ml) mit Deckel oder Mulltuch mit Gummi

100 g Wasser (zimmerwarm)
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50 g Roggenmehl (Vollkorn)
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1. Schritt: Rudi zum Leben erwecken
Gib den gesamten Beutel Rudi in das Glas.
Füge 50 g frisch gemahlenes oder gekauftes Roggenvollkornmehl (ca. 3 gehäufte EL) und ca. 80 g zimmertemperiertes Wasser (ca. 6 EL) hinzu und verrühre alles gründlich.
Die Konsistenz ist wichtiger als die exakte Wassermenge: Der Ansatz sollte eine mörtelartige, cremige Masseergeben. Ist er noch zu fest oder lässt sich schwer verrühren, gib esslöffelweise etwas Wasser hinzu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Je nach Mehl kann dies insgesamt bis zu ca. 100 g Wasser (ca. 7 EL) sein.
Lege den Deckel nur locker auf das Glas, damit die entstehenden Gärgase entweichen können.
Stelle Rudi anschließend 12–24 Stunden an einen warmen Ort (ca. 24–28 °C).
Schon bald solltest du erste Bläschen entdecken und einen angenehm säuerlichen Duft wahrnehmen – ein Zeichen dafür, dass Rudi wieder aktiv wird.
2. Schritt: 1. Auffrischung
Um deinen Rudi zu kräftigen, solltest du ihn ein weiteres Mal auffrischen (füttern). Nimm hierfür ein frisches Glas und gib 1 EL von deinem aktivierten Rudi rein. So wird nur ein kleiner Teil der Kulturen weitergefüttert und es müssen nur wenige “hungrige Mäuler gestopft" werden.
Dann kommen
- 50 g frisch gemahlenem oder gekauften Roggenvollkornmehl (ca. 3 gehäufte EL)
- ca. 80–100 g zimmertemperiertem Wasser (ca. 6 EL)
dazu. Auch jetzt sollte der Ansatz eine mörtelartige, cremige Konsistenz haben. Passe die Wassermenge bei Bedarf leicht an.
Die Masse gut verrühren und erneut 8–12 Stunden an einem warmen Ort (ca. 24–28 °C) reifen lassen. Nun kannst du dein Glas das erste Mal mit "RUDI" beschriften.
Jetzt sollte er sein Volumen deutlich vergrößern (idealerweise etwa verdoppeln), viele Bläschen bilden und angenehm aromatisch-säuerlich riechen. Ist das der Fall, ist Rudi bereit, mit dir dein erstes Sauerteigbrot zu backen. Falls du heute noch keinen Brotteig ansetzen möchtest, kannst du den aufgefrischten Rudi einfach in den Kühlschrank stellen und dort bis zu 1 Woche lagern.
WICHTIG: Den Rest vom Rudi im ersten Glas belassen und „Reste” draufschreiben. Dieses Resteglas im Kühlschrank lagern. Die Reste im Resteglas müssen nicht gefüttert werden. Sie werden einfach im Glas weiter gesammelt und später für verschiedene Rezepte wie z. B. Pfannenbrot aufgebraucht.
Optional: 2. Auffrischung
Hat sich Rudi nach der ersten Auffrischung noch nicht deutlich vergrößert oder etwa verdoppelt, ist das kein Grund zur Sorge.
Wiederhole den 2. Schritt (erste Auffrischung) einfach ein weiteres Mal.
Spätestens jetzt sollte Rudi aktiv sein und kräftig Bläschen bilden.
Erstes Brot backen mit Rudi
Bevor du mit deinem Rudi einen Teig ansetzt, solltest du ihn 5 bis 6 Stunden vorher noch einmal auffrischen (füttern), damit er triebstark wird und deinen Teig schön aufgehen lässt.
Nimm hierfür ein frisches Glas und gib 1 EL aus deinem aktiven Rudi-Glas rein.
Dann kommen
- 50 g frisch gemahlenem oder gekauften Roggenvollkornmehl (ca. 3 gehäufte EL)
- ca. 80–100 g zimmertemperiertem Wasser (ca. 6 EL)
dazu. Auch jetzt sollte der Ansatz eine mörtelartige, cremige Konsistenz haben. Passe die Wassermenge bei Bedarf leicht an.
Die Masse gut verrühren und erneut 8–12 Stunden an einem warmen Ort (ca. 24–28 °C) reifen lassen. Nun sollte er sein Volumen deutlich vergrößern (idealerweise etwa verdoppeln), viele Bläschen bilden und angenehm aromatisch-säuerlich riechen. Ist das der Fall, ist Rudi bereit, mit dir dein erstes Sauerteigbrot zu backen.
WICHTIG: Den Rest aus dem alten, nicht gefütterten Rudi-Glas kannst du nun zu deinem "Reste"-Glas aus dem Kühlschrank hinzugeben. Das Resteglas einfach erneut im Kühlschrank lagern. Die Reste im Resteglas müssen nicht gefüttert werden. Sie werden einfach im Glas weiter gesammelt und später für verschiedene Rezepte wie z. B. Pfannenbrot aufgebrauch
Wie geht es jetzt weiter mit Rudi
Nach jeder Entnahme bleibt etwas von dem aktiven Rudi im Glas zurück. Dieses Glas stellst du einfach bis zum nächsten Einsatz in den Kühlschrank. Ab jetzt solltest du immer zwei Gläser im Kühlschrank stehen haben:
- ein RUDI-Glas
- ein RESTE-Glas
Deinen Rudi kannst du immer wieder mit frisch gemahlenem Roggenvollkornmehl und Wasser füttern. So wächst Rudi immer wieder nach und kann dich bei guter Pflege ein Leben lang begleiten – vielleicht sogar deine Kinder und Enkel.
Wie geht es jetzt weiter...
Was kann ich alles mit meinem Rudi herstellen?
- Sauerteigbrot, Sauerteigbrötchen, Baguette und weitere Backwaren backen
- Sauerteig- Pfannkuchen
- Sauerteig- Waffeln
- Pizza-Teig: Mit Sauerteig statt Hefe
- Sauerteig-Cracker/ Knäckebrot
- Sauerteig-Kuchen, Kekse und weitere süße Teilchen
- Als Starter zum fermentieren
- Sauerteig-Pasta-Teig, Sauerteig-Spätzle
und vieles mehr...
Was mache ich mit Sauerteigresten aus dem RESTE-Glas?
Die "Reste" müssen vor der Verwendung nicht aufgefrischt (gefüttert) werden.
Du kannst daraus herstellen:
- Pfannkuchen: Direkt mit Ei und etwas Milch ausbacken
- Waffeln: Mit säuerlichem Aroma
- Knäckebrot, Sauerteig-Chips
- Sauerteig-Pfannenbrot
- In herzhafte oder süße Teige einrühren
- Bananenbrot: Für mehr Aroma und Feuchtigkeit
- Rührkuchen: Einen Teil der Flüssigkeit ersetzen
- Als Starter zum fermentieren
- Sauerteig-Pasta-Teig, Sauerteig-Spätzle
und vieles mehr...
Warum geht mein Rudi beim Auffrischen nicht auf?
Meist liegt es an:
• zu niedriger oder zu hoher Temperatur
• zu wenig Fütterung
• falschem Verhältnis von Mehl zu Ansatz
• unsauberen Gläsern
• zu viel altem Ansatz und zu wenig neuer Nahrung
Die meisten Probleme lassen sich durch mehrfaches Auffrischen beheben.
Kann ich meinen Rudi auch mit Weizen oder Dinkel füttern?
Ein Roggensauerteigansatz kann leicht in einen Dinkel- oder Weizensauerteig umgewandelt werden. Hierfür wird er 2 Tage lang, jeweils 2-mal täglich einfach mit Dinkel- oder Weizenmehl und Wasser gefüttert. So kann derselbe Ansatz flexibel für verschiedene Mehlsorten genutzt werden – je nach Geschmack und Verträglichkeit.
Soll ich meinen Rudi auch füttern wenn ich nicht jede Woche ein Brot backe?
Optimalerweise fütterst du deinen Sauerteig etwa 1× pro Woche. Frisch aufgefüttert und anschließend direkt in den Kühlschrank gestellt, hält er meist auch bis zu 3 Wochen durch. Wenn du nicht gerade im Urlaub bist, empfehlen wir, ihn auch in Zeiten der Nichtnutzung 1 × wöchentlich zu füttern. Danach kann er wieder direkt in den Kühlschrank. Dort arbeiten die Mikroben langsamer und benötigen weniger Nahrung. Wenn er länger steht und etwas schwächelt: 1–2 Tage vor dem Backen 2 × auffrischen.
Was mache ich wenn ich in Urlaub fahre?
Vor deinem Urlaub kannst du Rudi 1 bis 2 mal füttern und einfach im Kühlschrank lagern. Bis zu 3 Wochen ist das meist problemlos möglich. Nach dem Urlaub 1 bis mal hintereinander füttern, damit Rudi wieder aktiv wird und blubbert.
Warum bildet sich eine weisse Schicht oder ein haariger Flaum auf meinem Rudi?
Das ist in den allermeisten Fällen harmlose Kahmhefe – sie ist unschön, aber es bedeutet nicht, dass dein Rudi kaputt ist. Vorsichtig mit einem Löffel abkratzen den den Rudi darunter wie gewohnt weiterfüttern.
Echten Schimmel erkennst du an der Farbe, dieser sieht grün/grau pelzig aus (siehe Foto-Vergleich)
Warum reicht mein Rudi nach Aceton?
Dein Rudi hat zu wenig Nahrung bekommen.
Mehrfach hintereinander füttern, bis er wieder mild-säuerlich und angenehm riecht. Ein gesunder Sauerteig riecht frisch, leicht säuerlich, aber nicht stechend.
Foto Vergleich Kahmhefe vs. Schimmel
Viele werfen ihren Sauerteigansatz weg, weil sie eine weissliche Schicht darauf entdecken und meinen, es sei Schimmel. Dabei entsteht natürlicherweise oft Kahmhefe auf einem Sauerteigansatz (auch bei Rudi). Hier siehst du einen direkten Vergleich, wann es sich um Kahmhefe und wann um echten Schimmel handelt.



